Unsere Verpflichtung für ihre Sicherheit

Information der Öffentlichkeit nach § 8a StörfallV in Verbindung mit Anhang V, Teil 1 der Störfallverordnung für den Standort der BÜFA Reinigungssystems GmbH & Co. KG, August-Hanken-Strasse 30, 26125 Oldeneburg.

2016 wurde eine Anzeige nach § 7 der StörfallV der zuständigen Behörde - Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg, Behörde für Arbeits-, Umwelt- und Verbraucherschutz, Theodor-Tantzen-Platz 8, 26122 Oldenburg - vorgelegt. Nach eine Genehmigungsverfahren gemäß § 16 BImSchG (Bundes-Immissionsschutzgesetz Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge) wurde die wesentliche Änderung des bestehenden Betriebs genehmigt. Inzwischen wurden die damit verbundene Baumaßnahmen abgeschlossen, eine Phase des Testbetriebs erfolgreich beendet und die betriebliche Erweitung von der Behörde abgenommen. Seitdem, als Betreiber eines Betriebsbereichs, der mit Gefahrstoffen umgeht, unterliegen wir den Grundpflichten der zwölften Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (12. BImSchV - StörfallV).

Seit der ersten Genehmigung zum Betrieb der BImSchG-Anlage, d.h. seit 28. Oktober 1985, führt die Behörde regelmäßig Inspektionen durch. Mit der wesentlichen Änderung des Betriebs wird das Interval zwischen den Inspektionen verkürzt, um die Sicherheit der Anlage noch genauer zu überwachen.

Wir setzen auf den offenen und ehrlichen Dialog - aus Verantwortung für Ihre Sicherheit. Auch wenn uns die Gesetzgebung dazu verpflichtet, ist es uns gleichwohl ein persönliches Anliegen, Ihnen mit dieser Information einen Überblick über unsere Tätigkeiten und die dabei verwendeten Gefahrstoffe zu geben.

Der verantwortungsbewusste Umgang mit Mensch und Umwelt ist in der gesamten BÜFA-Gruppe eine Selbstverständlichkeit. Der Geschäftsbereich Cleaning, zu dem BÜFA Reinigungssysteme GmbH & Co. KG gehört, investiert immer wieder in die Modernisierung seines Standorts, um auf dem Stand der Technik zu bleiben und so einen Entwicklungsstand fortschrittlicher Verfahren, Einrichtungen und Betriebsweisen zu gewährleisten. Dies sichert

  • die Begrenzung von Emissionen in Luft, Wasser und Boden,
  • die Gewährleistung der Anlagensicherheit
  • eine umweltverträgliche Abfallentsorgung

sowie ein hohes Schutzniveau für Mensch und Umwelt insgesamt.

Diese Information ist mit den für die allgemeine Gefahrenabwehr zuständigen Stellen abgestimmt und enthält die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestangaben gemäß Anhang V Teil 1 der Störfallverordnung.

Tätigkeiten in unserem Betriebsbereich

Als Chemiebetrieb bedienen wir in erster Linie die Prozesse Entwicklung, Herstellung, Lagerung und Versand von Desinfektions- und Reinigungsmitteln. Unsere Anlage in Oldenburg-Ohmstede dient der Fertigung, Lagerung und dem Versand von Chemikalien in fester und flüssiger Form.

Dabei werden folgende Teilprozesse durchgeführt:

  • Ein- und Auslagerung von verpackten anorganischen und organischen Grundchemikalien und Gemischen als Stückgut in unseren Hochregallägern oder als Bulk-Ware im Tanklager
  • Mischen von Desinfektions- und Reinigungsmitteln, Abfüllen der Gemische in gefahrgutrechtlich zugelassene Verpackungen
  • Lagerung und Kommissionierung der Verkaufsgebinde als Bereitstellung für den Versand.
  • Verladung der kommisionierten Paletten-Ware auf LKW´s von Partner-Speditionen und dem eigenen Fuhrpark


Der Wareneingang

Entleerstellen für Tankwagen

Die mit Tankwagen angelieferten Stoffe werden in einer speziell ausgerüsteten Abtankhalle in unsere Rohstoff-Tanks umgepumpt. In Rohstofftanks (Lagerung in ortsfesten Behältern) werden Gefahrstoffe wie Säuren, Laugen oder auch organische Lösungsmittel eingelagert. Es wird getrennt nach Produktgruppen in separaten, brandschutztechnisch getrennten und gesicherten Tanklagerbereichen gelagert.

Wareneingang für Stückgut

Die per Stück-LKW angelieferten Rohstoffe und Handelswaren werden über die Wareneingangstore mit Hilfe von Flurförderfahrzeugen und automatisierter Fördertechnik in unsere Hochregalläger eingelagert.


Das Mischen

Mischbehälter in der Produktion

Die Rohstoffe werden mit Hilfe eines Prozessleitsystems nach von uns entwickelten Rezepturen in die Mischbehälter gefördert und die Gemische homogenisiert.

Abfüllen in Gebinde

Über entsprechende Abfüllanlagen werden die Gemische in verschiedenartige Gebinde (Flaschen, Kanister, Fässer, IBC´s, Säcke, Eimer, Kartons) abgefüllt, sicher verschlossen und etikettiert.


Das Lagern und Kommissionieren

Lagerung in ortsveränderlichen Behältern

Es existieren verschiedene Gefahrstofflager für die Zwischenlagerung von von Fertigwaren. Auch hier erfolgt die Einlagerung der Produkte nach Produktgruppen in separaten, brandschutztechnisch getrennten Lagerbereichen.

Kommissionierung

Nach der automatisierten Auslagerung werden die Verkaufsgebinde für den Versand zusammengestellt und für den Transport bzw. den Gefahrguttransport vorbereitet.


Die Verladung

Die Verladung erfolgt vornehmlich auf LKWs verschiedener Partner-Speditionen. Ebenso verfügen wir über einen kleinen eigenen Fuhrpark zur Belieferung unserer Kunden im Umkreis. Im Gefahrgutrecht geschulte Fahrer der Speditionen und werkseigene Fahrer bringen so die Versandverpackungen zu unseren Kunden.


Die Gefahrstoffe und ihre Einstufung

Über ein modernes Lagerhaltungssystem ist organisatorisch sichergestellt, dass die genehmigten Einzelmengen je Gefahrenkategorie sowie die Gesamtmenge der im Betriebsbereich vorhandenen Gefahrstoffe sowie der wassergefährdenden Stoffe nicht überschritten werden.

Es handelt sich dabei um Stoffe, denen mindestens einer der im Folgenden aufgeführten Gefahren zugeschrieben werden muss. Aber auch eine Kombination mehrerer Gefahren, die auf einen Stoff zutreffen, ist möglich

Entzündbar

Von offenen Flammen, Funken oder Wärmequellen fernhalten. Gefäße dicht verschließen und brandsicher aufbewahren

 Oxidierende Flüssigkeiten, organische Peroxide, selbsterhitzungsfähige Stoffe

Von brennbaren Stoffen fernhalten und nicht mit diesen mischen. Entzündungsgefahr! Kann in Brand geraten! Ausgebrochene Brände können gefördert, die Brandbekämpfung erschwert werden.

Giftig

Nicht einatmen, berühren oder verschlucken. Arbeitsschutz tragen. Jeglicher Kontakt mit dem menschlichen Körper ist zu vermeiden, da sofortige schwere Gesundheitsschäden, eventuell mit Todesfolge, nicht auszuschließen sind.

Systematisch Gesundheitsgefährdend

Vor Arbeitsbeginn gut informieren; Schutzkleidung und Handschuhe, Augen- und Mundschutz oder Atemschutz tragen. Kontakt mit dem menschlichen Körper, auch das Einatmen von Dämpfen vermeiden. Gesundheitsschäden bei unsachgemäßer Verwendung möglich. Bei einzelnen Substanzen ist eine krebserzeugende, erbgutverändernde oder reproduktionstoxische Wirkung nicht völlig auszuschließen.

Ätzend, korrosiv gegenüber Metallen

Durch besondere Schutzmaßnahmen Berührung mit Augen, Haut und Kleidung vermeiden. Dämpfe nicht einatmen. Auf Materialverträglichkeit achten.

Reizend, gesundheitsgefährdend

Berührung mit Haut und Augen vermeiden. Dämpfe nicht einatmen.

Gewässergefährdend

Nicht in die Kanalisation und in die Umwelt gelangen lassen. Nur auf flüssigkeitsdichten, zugelassenen Flächen umfüllen. Nur im Sondermüll entsorgen.


Die Sicherheitseinrichtungen

An unserem Standort sind folgende technische und organisatorische Maßnahmen zur Verhinderung von Störfällen und zur Begrenzung möglicher Auswirkungen getroffen worden:

  • Begrenzung des Gefährdungspotentials durch bauliche Trennung sowie Einlagerung der Produkte nach Produktgruppen in separaten, brandschutztechnisch getrennten Lagerräumen
  • Automatische Branderkennungseinrichtungen im gesamten Betrieb mit Aufschaltung auf eine ständig besetzte Leitstelle (Großleitstelle Oldenburg)
  • Automatische Löschanlage
  • Gaswarnanlagen im Lager- und Abfüllbereich
  • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen
  • Blitzschutzanlage
  • Flüssigkeitsdichte und beständige Auffangsysteme zur Produkt– und Löschwasserrückhaltung
  • Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zutritt und Sabotage
  • Regelmäßige Überprüfung des Konzepts zur Verhinderung von Störfällen und des betrieblichen Alarm- und Gefahrenabwehrplans
  • Betriebsanweisungen und jährliche Unterweisung der Mitarbeiter sowie Kontrollen
  • Regelmäßige, wiederkehrende Prüfung der Sicherheitseinrichtungen und überwachungsbedürftigen Anlagen durch Fachfirmen oder unabhängige Sachverständige einer Zentralen Überwachungsstelle
  • Systematische und planmäßige Überwachung (Inspektion gem. § 16 StörfallV) durch die Fachbehörden

Und wenn`s doch passiert? – der unwahrscheinliche Eintritt eines Störfalls

Trotz installierter Sicherheitstechnik und erfahrener und gut geschulter Mitarbeiter: Das Risiko eines Störfalls lässt sich zwar erheblich reduzieren – mit hundertprozentiger Sicherheit ausschließen lässt es sich aber nicht!

Bei jeder technischen Anlage verbleibt ein geringes Restrisiko, bei dem es zu Produktfreisetzungen oder auch zu Bränden kommen kann.

Bei einem Brand oder einer Explosion treten die Maßnahmen unseres vorbereiteten betrieblichen Alarm- und Gefahrenabwehrplans in Kraft. Diese Maßnahmen sind mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Der örtlichen Feuerwehr liegt der betriebliche Alarm- und Gefahrenabwehrplan vor.

Treten außerhalb der Betriebszeiten Störungen oder Alarme auf, so löst ein automatisches Meldesystem über eine ständig besetzte Stelle aus. Damit ist bei einer Betriebsstörung jederzeit gewährleistet, dass zeitnah die verantwortlichen Fachkräfte informiert und erforderlichen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

So verhalten Sie sich bei einem Chemieunfall richtig

Bitte beachten Sie folgende Hinweise. Sie tragen damit zu Ihrer eigenen und zur Sicherheit aller bei.
Gefahren nehmen Sie selbst wahr durch

  • Sichtbare/hörbare Zeichen wie Feuer, Rauch, Explosion/lauter Knall oder
  • Außergewöhnliche Geruchswahrnehmungen, wie z. B. beißender, stechender Geruch

Alarmzeichen und Informationen:

  • Sirenensignale (werksweiter Feuer- und Räumungsalarm)
  • Lautsprecherdurchsagen von Feuerwehr oder Polizei
  • Rundfunkdurchsagen

Vom Unfallort unbedingt fernbleiben! Rauchwolken können gefährliche Zersetzungsprodukte enthalten. Direktes Einatmen vermeiden.
Gebäude aufsuchen. Fenster und Türen schließen. Lüftungs- bzw. Klimaanlagen abschalten. 



BILD 1: Im Gefahrenfall Gebäude aufsuchen, Türen und Fenster schließen.


Bei Auftreten von beißendem und stechendem Geruch nasse Tücher vor Mund und Nase halten. Bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen Kontakt mit einem Arzt aufnehmen.

Erst bei Entwarnung das Gebäude bzw. andere Schutzbereiche verlassen! Achten Sie auf Entwarnungsdurchsagen über Lautsprecher oder über das Radio.

Infotelefon:

Anette Koch-Wegener (Unternehmenskommunikation): 0171 - 76 76 130