Aktuelles zur Neueinstufung Cobalt-bis-(2-ethylhexanoat)

Für BÜFA-Kunden bleibt alles wie gehabt!

Das Cobalt-REACH Konsortium hat mit Wirkung zum 01.11.2018 beschlossen, die Einstufung des Cobalt-bis-(2-ethylhexanoat) zu verschärfen. Dieser Rohstoff findet in der Composite Industrie breite Anwendungen bei der Herstellung von vorbeschleunigten UP-Harzsystemen. BÜFA Composite Systems hat sich dieser Aufgabenstellung angenommen, im Sinne unserer Kunden begutachtet und entsprechende Lösungen erarbeitet. 

Die gute Nachricht für Sie als BÜFA-Kunde: Alle Harzspezialitäten aus dem BÜFA-Komplettprogramm sind weiterhin in gewohnter Qualität für Sie verfügbar und sämtliche BÜFA-Produkte, die Cobalt beinhalten sind unterhalb der vorgegebenen Grenzwerte bzw. mit Substitutionsprodukten versehen worden. Das heißt, diese BÜFA-Produkte müssen nicht zusätzlich gekennzeichnet werden und im Umgang und in der Anwendung ändert sich für Sie nichts - die BÜFA-Produkte können wie gewohnt behandelt und verarbeitet werden! 

Bei Einsatz von anderen UP-Harzsystemen in Ihrem Hause, empfehlen wir Ihnen den aktuellen Status der künftigen Einstufungen über die Produkt-Sicherheitsdatenblätter abzuklären. Sollten Sie weiterhin Produkte nach den verschärften Einstufungen einsetzen, sind umfangreiche Maßnahmen in Ihrem Betrieb notwendig. 

Bei Rückfragen zu den oben aufgeführten Thematiken und insbesondere zu Cobalt-Beschleunigern, sprechen Sie uns gerne an. 

Einen Sonderfall nehmen die Cobaltbeschleuniger ein, da diese das betroffene Cobalt-bis-(2-ethylhexanoat) in einer Konzentration >= 0,3% enthalten können. Ab dieser Konzentration ist voraussichtlich ab dem 01.11.2018 eine Kennzeichnung als Reproduktions-toxisch Kategorie 1B (Repr. Tox. 1B) zwingend. Diese Umstufung bedeutet für sie eine notwendige Prüfung, ob sie Produkte mit dieser Kennzeichnung in Ihrem Betrieb einsetzen dürfen. Bitte nehmen sie in diesem Fall Kontakt mit der für sie zuständigen Behörde auf.


BÜFA Composite Systems kann weiterhin ein Beschleunigerportfolio mit unterschiedlichen Auswahlmöglichkeiten anbieten. Die in der folgenden Tabelle aufgeführten Alternativ-Produkte enthalten einen 1:1-Ersatz, der der aktuellen Einstufung entspricht. Das heißt, im Umgang und in der Anwendung ändert sich für Sie nichts - die BÜFA-Produkte können wie gewohnt behandelt und verarbeitet werden! Gerne unterstützen wir sie bei Bedarf in Absprache mit Mustermengen für Ihre interne Qualifizierung.

Art. Nr.Bezeichnung / bisheriges ProduktArt. Nr.Bezeichnung / Alternativ-Produkt mit 1:1 ErsatzChemische Zusammensetzung
742-0062BÜFA®-Accelerator Co 1795-1062BÜFA®-Accelerator Co 1Cobalt-Salz, 1 % gelöst in Styrol und Xylol
742-0065BÜFA®-Accelerator Co 4795-1065BÜFA®-Accelerator Co 4Cobalt-Salz, 4 % gelöst in Styrol und Xylol
742-0600BÜFA®-Accelerator Co 6795-1600BÜFA®-Accelerator Co 6Cobalt-Salz, 6 % gelöst in Styrol und Xylol
742-0064BÜFA®-Accelerator Complex 0064795-1064BÜFA®-Accelerator Complex 0064Kreuzbeschleuniger Cobalt / Dimethyl-Anilin gelöst in Styrol
742-0399BÜFA®-Accelerator Complex 0399795-1399BÜFA®-Accelerator Complex 0399Kreuzbeschleuniger Cobalt / DEAA gelöst in Xylol
742-0072BÜFA®-Accelerator Co 10795-1072BÜFA®-Accelerator Co 10Cobalt-Salz, 10 % gelöst in Xylol


Darüber hinaus können wir folgende polymere Cobalt-Varianten anbieten, die bereits im bestehenden Portfolio existieren:

Art. Nr.Bezeichnung / bisheriges ProduktArt. Nr.Bezeichnung / Alternativ-ProduktChemische Zusammensetzung
742-0062BÜFA®-Accelerator Co 1742-0061BÜFA®-Accelerator Complex 0061polymere Cobalt-Verbindung, 1 % gelöst in monomerem freien Harz
742-0062BÜFA®-Accelerator Co 1742-0071BÜFA®-Accelerator Complex 0071polymere Cobalt-Verbindung, 1 % gelöst in Styrol und Xylol
742-0065BÜFA®-Accelerator Co 4742-0096BÜFA®-Accelerator Complex 0096polymere Cobalt-Verbindung 4 %
742-0064BÜFA®-Accelerator Complex 0064742-0097BÜFA®-Accelerator Complex 0097Kreuzbeschleuniger - polymere Cobalt-Verbindung / Dimethyl-Anilin gelöst in Xylol
742-0399BÜFA®-Accelerator Complex 0399742-0397BÜFA®-Accelerator Complex 0397Kreuzbeschleuniger - polymere Cobalt-Verbindung / DEAA gelöst in Xylol

Der Branchenverbandes AVK (www.avk-tv.de) hat einen Newsletter zur Einstufung von Cobalt an seine Mitglieder verschickt. Aus der „AVK News“ vom 21.09.2018 stammen folgende Auszüge:


Einstufung Cobaltoktoat 

Die Neueinstufung von Cobalt bis 2-ethylhexanoat, wird anders als bisher angenommen, nicht zum 01.01.2019 erfolgen, sondern bereits zum 01.11.2018. Es liegen aktuell noch keine neuen Sicherheitsdatenblätter vor, insofern wird empfohlen, sich an den entsprechenden Lieferanten zu wenden, um aktuelle Informationen zu erhalten. 

Die Einstufung ab 0,3% Konzentration wird als Reproduktionstoxisch angesehen. H360 F kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen sowie H360 D kann das Kind im Mutterleib schädigen erfolgen. 

Dies hat einige organisatorische Maßnahmen für verarbeitende Betriebe zur Folge: 

  • Es muss geprüft werden, ob dieser Stoff schon in einer Genehmigung nach BImschG enthalten war. Wenn nicht, muss bei Verwendung über den 1.11.18 hinaus eine Genehmigung beantragt werden. Wenn doch, sollte die genehmigende Behörde über die Umstufung informiert werden, spätestens nach Vorliegen des aktualisierten Sicherheitsdatenblattes.
  • Bei einer entsprechenden Einstufung unter 1B muss der entsprechende Stoff nach Gefahrstoffverordnung (unter Beachtung spezifischer Voraussetzungen) ersetzt werden. In jedem Fall muss eine entsprechende Substitutionsprüfung erfolgen und diese muss umfassend dokumentiert werden. Ist ein Ersatz des betreffenden Stoffes nicht möglich, so müssen entsprechende technische, organisatorische, oder persönliche Schutzmaßnahmen getroffen werden (in dieser Prioritätsreihenfolge). Hierzu zählt auch eine umfassende Gefährdungsbeurteilung. Die entsprechenden Mitarbeiter müssen in der Handhabung unterwiesen werden (Fachkunde).
  • Die Rückführung von abgesaugter Luft in den Raum, in dem dieser Stoff gehandhabt wird, ist nicht zulässig. Zusätzlich sind selbstverständlich die entsprechenden Grundlagen der Chemikalienverbotsverordnung, des Jugendschutzgesetzes, des Mutterschutzgesetzes sowie der TA-Luft zu beachten. Gemäß TA Luft – Entwurf 2016 würde dieser Stoff als Klasse 1 – Stoff gelten, mit einer Mengenschwelle von 1mg/m³ im Abgas. Zudem muss in Zukunft damit gerechnet werden, dass dieser Stoff auf die SVHC – Kandidatenliste kommt.

Quelle: AVK-TV GmbH | Am Hauptbahnhof 10 | 60329 Frankfurt am Main | Deutschland | Telefon: +49 (0) 69 / 27 10 77 - 0  | Mail: info@avk-tv.de | Web: www.avk-tv.de

Unser Partner für organische Peroxide United Initiators konzentriert sich ausschließlich auf die Entwicklung und Herstellung von Peroxiden. Der Hauptsitz und die Produktion für den europäischen Markt befinden sich in Deutschland. United Initiators war der erste Hersteller von 100 % phthalatfreien Peroxiden in Europa und trägt damit auch seinem Anspruch an Nachhaltigkeit Rechnung.Die Produkte zeichnen sich durch hohen Qualitätsstandard und Produktsicherheit aus. Das Sortiment ist hervorragend auf Ihre Anwendungen abgestimmt.

Wichtiger Hinweis

Härter, Beschleuniger und gegebenenfalls Inhibitoren müssen exakt aufeinander abgestimmt sein, wenn die gewünschte Wirkung eintreten soll. Die Wahl des optimalen Kalthärtungs-Systems ist zum einen von den Verarbeitungsbedingungen und zum anderen von den an das Fertigteil zu stellenden Anforderungen abhängig.

Achtung

Von außerordentlicher Wichtigkeit ist, dass Peroxide und Beschleuniger niemals gleichzeitig, sondern unbedingt nacheinander mit dem Harz verrührt werden müssen, um Brände oder Verpuffungen zu vermeiden.

Reaktionsmittel

Ideale Vernetzung

Die Verarbeitung von Reaktionsharzen beginnt mit der Zugabe von Reaktionsmitteln. Härter, Beschleuniger und auch Inhibitoren müssen exakt aufeinander abgestimmt sein, wenn die gewünschte Wirkung und eine optimale Polymerisation und Aushärtung erreicht werden soll. Unsere Peroxide von United Initiators erfüllen höchstmögliche Qualitäts- und Sicherheitsansprüche. Kombiniert mit den richtigen BÜFA-Beschleunigern und Inhibitoren kann der Verarbeiter die Härtungsreaktionen auf seine Verarbeitungsbedingungen und auch auf seine Ansprüche an das Endprodukt ganz individuell einstellen.